Mieteinnahmen

Mieterhöhung 2026: Wann, wie viel und wie Sie rechtssicher erhöhen

Die Miete erhöhen ist erlaubt – aber nur unter strengen Bedingungen. Ein einziger Formfehler macht das gesamte Schreiben unwirksam, und Sie verlieren mindestens ein Jahr. Dieser Leitfaden führt Sie Schritt für Schritt durch die rechtssichere Mieterhöhung 2026.

ImmoSift Redaktion 8 Min. Lesezeit
Taschenrechner mit Euro-Münzen und kleinem Holzhaus als Symbol für Mieterhöhung

Welche Mieterhöhungen gibt es?

Drei Typen sind in der Praxis relevant:

  • Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete (§ 558 BGB)
  • Staffel- oder Indexmiete (vertraglich vereinbart)
  • Modernisierungsumlage nach baulichen Maßnahmen (§ 559 BGB)

Die Kappungsgrenze: maximal 20 % in drei Jahren

Innerhalb von drei Jahren darf die Miete bundesweit um maximal 20 Prozent steigen. In angespannten Wohnungsmärkten (z. B. Berlin, München, Hamburg) gilt eine Kappungsgrenze von 15 Prozent. Vor der Erhöhung muss die Miete zudem 12 Monate unverändert geblieben sein.

Die ortsübliche Vergleichsmiete belegen

Sie müssen begründen, warum Ihre neue Miete dem Marktniveau entspricht. Anerkannt sind:

  • Verweis auf den qualifizierten Mietspiegel der Kommune
  • Sachverständigengutachten
  • Drei konkrete Vergleichswohnungen (Adresse, Ausstattung, Miete)
  • Auskunft aus einer Mietdatenbank

Formvorschriften und Fristen

Das Erhöhungsverlangen muss schriftlich, mit Begründung und an alle im Mietvertrag genannten Mieter gerichtet sein. Der Mieter hat dann die sogenannte Überlegungsfrist: zwei volle Monate ab Zugang. Stimmt er zu, gilt die neue Miete ab dem dritten Folgemonat.

Was tun, wenn der Mieter nicht zustimmt?

Verweigert der Mieter die Zustimmung, haben Sie weitere drei Monate Zeit, Zustimmungsklage beim Amtsgericht zu erheben. Vorher empfiehlt sich ein klärendes Gespräch – meist liegt es an einer formalen Unklarheit, nicht an grundsätzlicher Ablehnung.

Mit ImmoSift den Überblick behalten

ImmoSift erinnert Sie automatisch an Mieterhöhungs-Fenster, dokumentiert die letzte Anpassung und schlägt bei Bedarf Vergleichswohnungen aus Ihrem Portfolio als Begründung vor.

Fazit

Eine Mieterhöhung ist kein Hexenwerk – aber Detailarbeit. Wer Frist, Form und Begründung sauber dokumentiert, setzt 2026 marktgerechte Mieten ohne Streit durch.

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